Eine philosophische Betrachtung von Ilvy, ihresgleichen und ungefähr 47 Kilo flauschigem Nebenprodukt
Seit meinem letzten Besuch im 4-Pfotensalon beschäftigt mich eine wichtige Frage:
Was soll eigentlich mit meiner Unterwolle passieren?
Die Menschen nennen es „ausbürsten“.
Ich nenne es Rohstoffgewinnung.
Denn seien wir ehrlich: Wenn bei einer einzigen Hundesalon-Sitzung ein Fellberg entsteht, der problemlos als kleines Mittelgebirge durchgehen könnte, dann kann man das doch nicht einfach wegwerfen!
Also habe ich mich hingesetzt und nachgedacht.
Sehr gründlich.
Mit Kaffee.
Und Gudis.
Und herausgekommen ist eine ganze Reihe von Geschäftsideen rund um die nachhaltige Nutzung von 100 % echter Ilvy-Unterwolle.
🐧 PROJEKT 1: DECKEN FÜR PINGUINE
Pinguine frieren.
Ich habe Unterwolle.
Das nennt man in der Wirtschaft: Synergie.
Ich werde Winterdecken für Pinguine nähen.
Vielleicht auch Schlafsäcke.
Vielleicht Stirnbänder.
Vielleicht kleine Hausschuhe.
Ich sehe schon die Werbung:
„Ilvy Antarctic – Wenn der Pinguin friert, wird’s Zeit für mehr Hund.“
Die Pinguine wären begeistert.
Ich wäre reich.
Win-win.

🐑 PROJEKT 2: ILVY INTERNATIONAL WOOL CORPORATION
Warum sollte ich nur ein paar Wollknäuel herstellen?
Ich gründe gleich eine Wollfabrik.
Mit riesigen Maschinen.
Mit Förderbändern.
Mit Lagerhallen.
Mit Controlling.
Mit einer eigenen Buchhaltung.
Und natürlich mit Schafen.
Die Schafe stehen Schlange und kaufen meine Unterwolle.
Ich finde das geschäftlich brillant.
Ein Schaf kauft Hundeunterwolle.
Ich kaufe dafür nichts.
Marge: hervorragend.
Mein Steuerberater ist allerdings noch etwas skeptisch.
Er versteht das Geschäftsmodell nicht.
Menschen haben einfach zu wenig Fantasie.

🦣 PROJEKT 3: DIE MAMMUT-MODEKOLLEKTION
Ich stricke einen Pullover.
Nicht für mich. Nicht für einen Menschen. Nicht für einen Hund.
Ich habe die Zielgruppe erweitert:
Für ein Mammut.
Und wenn ich schon dabei bin, mache ich gleich eine ganze Kollektion:
“MAMMUT – wenn normale Grössen einfach lächerlich sind”.
Der Mammut-Pullover wird so gross, dass ich darin wahrscheinlich mein Wohnzimmer untervermieten könnte.

🏦 PROJEKT 4: DIE ILVY-FELL-BANK
Ich habe ausserdem beschlossen, sozial tätig zu werden.
Für Hunde mit sehr kurzem Fell.
Also Hunde, bei denen man ungefähr denkt:
„Wo ist denn der Rest?“
Diese Hunde bekommen Zugang zu meiner Fell-Bank.
Vorbeikommen, Antrag ausfüllen, Wolle mitnehmen. Nächster!
Rückgabe im Frühling.
Falls nicht zurückgegeben wird, kommt die Inkasso-Abteilung.
Drei Huskys und ein schlecht gelaunter Malamute.

🏆 PROJEKT 5: DIE INTERNATIONALE WOLLMESSE
Dann dachte ich: Warum sollte ich meine Unterwolle nicht auf einer internationalen Wollmesse präsentieren?
Also stellte ich mich vor eine Jury.
Aus Schafen.
Das war vielleicht nicht die beste Idee.
Denn die Schafe waren …
leicht irritiert.
Ein bisschen neidisch.
Vielleicht sogar sehr neidisch.
Denn als ich meine Unterwolle präsentierte, gab es:
🥇 10/10 für Wärme
🥇 10/10 für Flauschigkeit
🥇 10/10 für Volumen
🥇 10/10 für Kuschelfaktor
Ein Schaf schaute mich danach ungefähr so an:
„Das ist nicht fair. Du bist nicht einmal ein Schaf.“
Tja.
Ich bin halt ein Naturtalent.

🦒 PROJEKT 6: GIRAFFENSOCKEN
Dann kam mir die Idee mit den Socken.
Für Giraffen.
Denn habt ihr schon einmal darüber nachgedacht, wie kalt es an Giraffenfüssen sein kann?
Ich schon.
Deshalb stricke ich Socken.
Sehr grosse Socken.
Unfassbar grosse Socken.
Giraffenfüsse sind ungefähr so gross wie meine Küche.
Eine Socke braucht ungefähr 17 Kilo Unterwolle.
Eine Giraffe braucht vier.
Das sind:
öh …
viele Kilo.
Pro Giraffe.
Aber ich habe schliesslich Unterwolle.
Und ich habe Zeit.

🚀 PROJEKT 7: NASA
Ich sah eine Rakete.
Ich sah Astronauten.
Ich sah Unterwolle.
Und plötzlich war alles klar:
RAUMFAHRT.
Meine Unterwolle hält warm.
Der Weltraum ist kalt.
Also:
Ilvy + NASA = logisch.
Ich liefere künftig Isoliermaterial für Raumkapseln.
Vielleicht Raumanzug-Innenfutter. Vielleicht Astronauten-Socken. Oder Thermo-Unterwäsche.
Und falls jemand fragt, warum ausgerechnet Hundeunterwolle:
„Weil wir’s können.“
Und ich habe endlich eine Verwendung für die Haare gefunden, die sonst wahrscheinlich bis zum Mond fliegen würden.
NASA, wir müssen reden.

🧸 PROJEKT 8: PLÜSCHTIER-KLINIK
Dann kam mir die Idee für meine soziale Ader.
Teddy ohne Bauch?
Zu mir.
Hase ohne Füllung?
Zu mir.
Elefant mit Loch?
Sofortiger Notfall.
Ich stopfe die Tiere mit meiner Unterwolle aus.
Nähe sie wieder zu und gebe ihnen ein zweites Leben.
Ich bin damit praktisch:
Tierärztin für Plüschis.
Nur ohne Studium.
Und ohne Approbation.
Aber mit viel Fell.

🚚 PROJEKT 9: ILVY SPEDITION
Jetzt haben wir allerdings ein logistisches Problem.
Die Wolle muss transportiert werden.
Also brauche ich:
🚛 Lastwagen
🏭 Lagerhallen
📦 Wollballen
🧾 Lieferscheine
📊 Excel-Tabellen
🚜 Gabelstapler
Und natürlich:
einen Staplerführerausweis.
SUVA-anerkannt.
Den habe ich zwar nicht.
Aber ich habe Pfoten.
Einen Helm.
Eine Warnweste.
Und Selbstvertrauen.
Das sollte reichen.

💡 Und jetzt kommt mein eigentliches Problem …
Ich habe inzwischen festgestellt:
Meine Unterwolle ist offenbar eine Universalressource.
Man kann daraus:
Decken machen.
Pullover.
Socken.
Teppiche.
Plüschtiere.
Wolken.
Isolierungen.
Winterbekleidung.
Nistmaterial.
Und vermutlich auch eine kleine Ferienwohnung.
Ich überlege deshalb gerade, ob ich meine eigene Unterwolle-Währung einführen soll.
Ein Kilo Ilvy = eine Einheit.
Name: FLUFFCOIN.
Der Kurs steigt bereits.
Die Schafe investieren.
Die Pinguine kaufen.
Die Giraffen haben einen Kredit aufgenommen.
NASA fragt nach einem Grossauftrag.
Und irgendwo sitzt ein nackter Chihuahua und wartet auf seinen Fellkredit.
🧶 MEIN BUSINESSPLAN
Die Konkurrenz ist überschaubar.
Ich brauche jetzt nur noch:
eine Fabrik,
eine Lagerhalle,
einen Gabelstapler,
17 Mitarbeitende,
einen Steuerberater, der mich ernst nimmt,
einen Anwalt wegen der Schafslobby
und
noch mehr Unterwolle.
Letzteres dürfte allerdings kein Problem sein.
Denn ich habe da so eine Ahnung …
Ich wachse nach.
Und falls ihr mich jetzt fragt, ob ich meine Unterwolle beim nächsten Coiffeurtermin wieder einfach so hergeben werde:
Natürlich nicht.
Ich werde mich auf den Fellberg setzen.
Ich werde knurren.
Ich werde ihn verteidigen.
Denn inzwischen ist mir klar:
Ich bin kein Hund mit zu viel Fell.
Ich bin ein multinationaler Rohstoffkonzern auf vier Pfoten.
Meine Unterwolle ist nicht nur ein Rohstoff.
Sie ist eine Geschäftsidee.
Eine Karrierechance.
Eine flauschige Zukunft.
Und wenn alles nicht funktioniert?
Dann mache ich einfach weiter Unterwolle.
Die kommt schliesslich jedes Jahr wieder. 😏🐾
PS: Falls jemand Investor werden möchte: Ich nehme Gudis, Leberwurst und hochwertige Kaustangen als Startkapital.

Die Bilder wurden mithilfe von ChatGPT erstellt.

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