
Heute ist mein dritter Geburtstag 🎂
und ich nutze die Gelegenheit, um Gerüchte zu bestätigen:
Ja, ich spiele immer noch mit Plüschtieren.
Ja, ich zerlege sie. Fachgerecht. Systematisch. Mit Leidenschaft.
Nein, das war kein Unfall.
Das Quietschi musste raus. Punkt.
Und ja, ich gehe immer noch zur Schule.
Nicht, weil ich es nötig hätte – sondern weil die Menschen noch üben.
Nicht, weil ich noch etwas lernen müsste – sondern weil die Menschen dort so süss aussehen, wenn sie hoffen.
Ich bin eine Musterschülerin.
Ich verstehe alles sofort.
Ich mache auch alles – wenn ich Lust habe.
Einmal.
Manchmal zweimal, wenn ich richtig gut drauf bin. Und es Leckerlis regnet.
Danach wird mir langweilig und ich denke über wichtigere Dinge nach. Zum Beispiel Snacks. Oder andere Hunde. Oder Snacks mit anderen Hunden.
Ich meine: Sitz? Platz? Warte?
Leute, ich bin 3, nicht neu hier.
Das Allerbeste an der Hundeschule ist sowieso der Hundeplatz.
Andere Hunde! Rennen! Toben! Umfallen! Chaos! Wieder rennen.
Manchmal tobe ich mich auch auf der Hundespielwiese aus.
Und stehe plötzlich ganz oben.
Ja. Ganz. Oben.
Unter mir: Menschen, die ehrfürchtig „Oooh“ und „Jööö“ sagen. Applaus.
Neben mir: nix.
In mir: pures Chaos und Stolz.
Ob ich weiss, warum ich hier hochgeklettert bin?
Nein.
Ob ich runterkomme?
Ja. Sicher. Irgendwie. Denke ich.
Vor fünf Minuten bin ich noch wie ein flauschiger Torpedo über die Wiese geflitzt. Dann kamen die Hindernisse. Holzkisten? Kein Problem. Tunnel? Durchgerannt wie ein Profi. Rampe? Elegant wie eine Bergziege rüber.



Apropos Snacks: Meine Menschen geben mir Snacks mit der Aufschrift „Langer Kauspass“. 😂
Ich nenne das: Aperitif.
Sekunden später bin ich fertig und schaue, als hätte ich nie etwas bekommen.
Leute, ich kaue so lange, wie ich blinzle.
Aber danke für euer Vertrauen.
Mein Spielzeug sagt:
„Stundenlanges Spielvergnügen – beschäftigt Ihren Hund“.
Süss. Wirklich.
Rätsel gelöst, alle Leckerlis gefunden, Spielzeug besiegt.
In … naja … Sekunden.
Das Spielzeug beleidigt liegen lassen und die Menschen angeschaut, als wollte ich sagen: War’s das?
Ich bin neugierig auf alles, was sich bewegt, nicht bewegt oder eventuell bald bewegt.
Ich renne wie der Wind – manchmal auch wie ein Wirbelsturm.
Ich wälze mich begeistert im Schnee – weil: warum geschniegelt aussehen, wenn man auch glücklich sein kann? ❄️


Und dann gibt es diese andere Seite von mir:
Im Büro liege ich ruhig, brav und unschuldig herum, als könnte ich kein Wässerchen trüben.
Spoiler: Kann ich doch.
Ich lasse alle glauben, ich sei sehr seriös. Und sie glauben das. Immer. Grosser Fehler. Sehr grosser.

Verehrer willkommen. Interesse optional.
Meine Verehrer heissen Rambo, Zorro und vermutlich noch anders.
Die Namen finde ich spannend. Die Rüden selbst?
Nun ja. Sie sind … Lebewesen. Wie alle anderen auch. Gleich interessant. Also: neutral.
Zwei Beine, vier Beine, keine Beine –
alles gleich spannend. Oder gleich unwichtig. Je nach Tagesform.

Ich zerlege Plüschtiere, Herzen und manchmal auch den Alltag.
Kurz gesagt:
Ich bin charmant.
Ich bin frech.
Ich bin wild.
Ich bin flauschig.
Ich bin wunderschön.
Ich bin geduldig.
Ich bin motiviert (snackabhängig).
Ich bin schlau.
Und ich weiss es.
So, und nun entschuldigt mich, ich muss meine Geschenke suchen. Irgendwo raschelt es verdächtig.


Hinterlasse einen Kommentar